Was ist Reiki?

Ein Reiki Anwender behandelt einen Patienten

Reiki: Definition

Das Wort Reiki stammt aus dem Japanischen und bedeutet nichts anderes als Universelle Lebensenergie. Gemeint ist hier die kosmische Energie, die jedem Leben zugrunde liegt und mit der grundsätzlich auch du arbeiten kannst. Während der Behandlung stellt sich der Reiki-Gebende als Kanal zur Verfügung und lässt diese Lebensenergie durch Handauflegung in den Körper des Empfängers strömen. Reiki soll dabei Kleidung, Bandagen und sogar Gipsverbände durchdringen und auf alle Ebenen der Persönlichkeit einwirken. Wächst der Mensch dadurch in ein höheres Energie-Level hinein, so können körperliche Symptome sich auflösen. Die Methode ist dazu gedacht, deine Selbstheilungskräfte anzuregen, sie kann jedoch nicht den Arzt oder Psychologen ersetzen.

Die Entstehungsgeschichte des Reiki

Schon vor mehr als 2500 Jahren wurde Reiki als Heilmethode praktiziert. Belege dafür finden sich in den alten Sanskrit-Schriften. Die heutige Reiki Definition prägte jedoch der japanische Buddhisten-Mönch Dr. Usui Mikao Ende des 19. Jahrhunderts. Er war es nämlich, der die Methode beim Studium der alten Sutras wiederentdeckte und neu aufleben ließ. Im Jahr 1921 eröffnete er in Tokio eine erste Reiki-Klinik. Wie Dr. Mikao an die Fülle seines Wissens gelangte, bleibt geheimnisvoll. Eine Inschrift auf seinem Grab besagt, es sei ihm nach einer dreiwöchigen Fastenkur auf einem Berg bei Kyoto zuteil geworden.

Bis zu seinem Tod im Jahr 1926 bildete der weise Mönch weitere Reiki-Meister aus und auch diese gaben ihr Wissen an Schüler weiter. Nach Deutschland und Europa gelangte Reiki erst 1981, und zwar durch die US-Amerikanerin Mary McFadyen.
Mit der Zeit bildete sich eine westliche Variante des Reiki heraus, deren Unterschied zur traditionellen japanischen Methode vor allem in der Begrifflichkeit liegt. Weiterentwicklungen wie beispielsweise das Rainbow Reiki von Walter Lübeck basieren auf dem Usui-System, beziehen jedoch auch weitere Elemente wie Chakra-Arbeit oder Schamanismus mit ein. Unseriöse „Reiki-Einweihungen“, wie sie manchmal auf Internet-Plattformen angeboten werden, solltest du dagegen besser meiden.

Wie funktioniert Reiki?

Reiki gilt als natürliche, sanfte Entspannungsmethode, die den Energiehaushalt ausgleichen und harmonisieren soll. Die Praktizierenden verstehen sich als Kanal für eine universell anwendbare kosmische Heilenergie, die sie durch Handauflegung an den Empfänger weiterleiten. Sie soll die körperliche, seelische und geistige Gesundheit stärken und dabei helfen, Krankheiten zu überwinden. Eine vorherige Diagnose ist dazu nicht erforderlich, denn nach Auffassung der Meister fließt das Reiki von alleine genau dort hin, wo es benötigt wird.

Reiki respektiert stets den freien Willen des Empfängers. Laut Reiki-Praktizierenden löst es Blockaden und gleicht Störungen im Energiehaushalt aus. Durch solche Störungen ausgelöste Verspannungen, Stimmungsschwankungen, Erschöpfungs- und Unruhezustände sollen behoben werden. Auch zur Begleitung und Unterstützung medizinischer Maßnahmen wird Reiki häufig angewendet, denn es wurde entwickelt, um den Körper von Schlacken zu befreien und den Heilungsprozess zu fördern. Die kosmische Qi-Energie steht nach traditionellem Verständnis immer und überall zur Verfügung. Sie ist eine Art innerer Heilquelle, die du immer bei dir trägst. Hast du es einmal gelernt, so kannst du dich jederzeit selbst mit Reiki behandeln und die Methode auch auf Pflanzen und Tiere anwenden.

Die Reiki-Behandlung: Ausübung und Techniken

Vor der ersten Reiki-Sitzung wird dein Behandler ein ausgiebiges Vorgespräch mit dir führen. Es ist wichtig, dass eine entspannte, vertrauensvolle Atmosphäre zwischen Geber und Empfänger besteht, damit du dich ganz öffnen und die Energie frei fließen lassen kannst. Die Behandlung selbst dauert im Allgemeinen etwa 60 bis 90 Minuten. Du liegst dabei voll bekleidet auf einer Massageliege oder sitzt (bei Kurzbehandlungen) einfach auf einem Stuhl.

Üblicherweise erfolgt die Behandlung durch direktes Auflegen der Hände, manche Behandler verzichten jedoch auf die Berührung und halten ihre Hände einige Zentimeter über dem Körper des Klienten. Für die traditionelle Vollbehandlung gibt es zwölf unterschiedliche Handpositionen, die der Reiki-Gebende nach eigener Intuition und Erfahrung noch abwandeln und ergänzen kann. Er behandelt schrittweise vom Kopf abwärts die wichtigsten Körperorgane, Chakren und Energiebahnen. Gerade in den sieben Haupt-Chakren zwischen Scheitel und Damm sitzen bei vielen Menschen Blockaden, die er auf diese Weise auflösen will.
Entsprechend den Aufzeichnungen von Reiki-Begründer Dr. Usui kann die Behandlung auch durch Massieren, Streicheln oder Beklopfen bestimmter Körperstellen erfolgen. Bei Menschen mit Diabetes oder Herzproblemen spart der Reiki-Gebende einige sensible Körperzonen aus.

Während der gesamten Behandlung fließt Reiki durch den Gebenden hindurch in den Körper des Empfängers, der genau so viel davon aufnimmt wie er in dem Moment braucht. Wenn du dabei Wärme oder Kälte empfindest oder sich bei dir innere Bilder und Gefühle einstellen, so ist das eine ganz normale Reaktion. Du darfst schon während der Behandlung darüber reden und der Reiki-Therapeut steht dir auch für die Nachsorge zur Verfügung.

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Anwendungsgebiete: Für was ist Reiki gut?

Reiki wird zur Entspannung eingesetzt und kann dazu beitragen, das innere ebenso wie das äußere Wohlbefinden zu steigern. Es bringt alle Ebenen deiner Persönlichkeit in Einklang und wird oft bei psychosomatischen Beschwerden zum eingesetzt.

Reiki Praktizierende beschreiben folgende Einsatzmöglichkeiten und Wirkweisen:

Körperliche Ebene

  • Entspannung
  • Entgiftung
  • beschleunigte Wundheilung
  • Stärkung des Immunsystems
  • unterstützende Behandlung u. a. bei Asthma, Allergien und Tumoren

Psychische Ebene

  • Beruhigung
  • Abbau von Stress und Ängsten
  • Harmonisierung der Gefühle
  • Erhöhung der Sensibilität

Mentale Ebene

  • Zentrierung und Öffnung für neue Erfahrungen
  • Förderung der Kreativität
  • Stärkung der Intuition und Entscheidungskraft
  • Wahrnehmung der größeren Lebenszusammenhänge

Spirituelle Ebene

  • Förderung der spirituellen Fähigkeiten
  • Verfeinerung der Aura
  • Erweiterung des Bewusstseins

Mit unerwünschten Nebenwirkungen ist beim Reiki nicht zu rechnen. Die Methode wird daher oft mit einer schulmedizinischen Behandlung oder anderen Therapieformen kombiniert.

Das Wichtigste nochmal in Kürze zusammengefasst – Reiki FAQ:

Was ist Reiki eigentlich?

Reiki ist eine Form der alternativen Medizin mittels Energieheilung. Reiki-Praktizierende verwenden eine Technik namens Handflächenheilung oder Hands-On Heilung, durch die eine „universelle Energie“ durch die Handflächen des Praktizierenden auf den Patienten übertragen werden soll, um die emotionale oder körperliche Heilung zu fördern.

Wofür kann ich Reiki anwenden?

Reiki soll zur Entspannung beitragen, die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers unterstützen und emotionales, mentales und spirituelles Wohlbefinden entwickeln. Es wird auch gesagt, dass es eine tiefe Entspannung herbeiführt, Menschen hilft, mit Schwierigkeiten umzugehen, emotionalen Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Wer hat Reiki entdeckt?

Mikao Usui war der Gründer einer Form der spirituellen Praxis, bekannt als Reiki, die als alternative Therapie zur Behandlung von körperlichen, emotionalen und psychischen Erkrankungen eingesetzt wird.

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